Otto Kast
Otto Kast (1906 Karlsruhe bis 1988 Offenburg) deutscher Maler.
Lehrer und Künstler Otto Kast, 1906 in Karlsruhe geboren, 1927 Meisterschüler der Kunstakademie in Karlsruhe, dabei Begegnung mit einem Schüler von Hans Thoma, begann 1936 seine schulische Laufbahn in Offenburg am heutigen Okengymnasium. Dort unterrichtete er bis 1964 Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Geografie. Sein Lehrerberuf diente dem Broterwerb, seine Liebe galt Zeit seines Lebens der Malerei. Durch zehn Ausstellungen in Offenburg, die bis 1975 im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfanden, und einer Ausstellung anlässlich seines 80. Geburtstags 1986 wurden seine Bilder bekannt. Als Meisterschüler bei Professor Bühler an der Kunstakademie in Karlsruhe wurde Otto Kast mit dem Werk von Hans Thoma vertraut. Zu dessen künstlerischem Vermächtnis gehörte die damals moderne Technik, »en plein air« zu malen: Skizzen in der Natur zu machen und diese mit sorgfältigen Pinselstrichen im Atelier auszuführen. An dieser Technik hat Kast zeitlebens festgehalten. Sein Kredo zur Malerei formulierte er in Ausstellungseröffnungen; so sagte er 1965, die Lust zum Malen zwinge ihn zum Malen. Otto Kast kannte sich auch bestens in der Kunstgeschichte aus. Als Kunsterzieher brachte er Generationen von Schülern kunstgeschichtliche Entwicklungen nahe. Seine Maltechnik hatte er sich nach Rezepten der alten Meister angeeignet. Die von ihm angewandte Casein-Temperatechnik findet sich auf gotischen Altarbildern. Die Farben stellte er selbst her. In der Auswahl der Motive beschränkte sich Kast auf Landschaften, Blumenstillleben und Porträts.